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Samstag, 02 April 2011 17:37

Nartum rotiert für die Zukunft - Zevener Zeitung vom 01.04.2011

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Nartum rotiert für die Zukunft


NARTUM. Das ganze Dorf ist am rotieren, denn bis Mitte Juni soll alles soweit hergerichtet sein, dass der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen werden kann. Am Dienstag trafen sich mehr als 30 engagierte Bürger im „Nartumer Hof“, um den Sachstand der zehn gegründeten Arbeitsgruppen zusammenzutragen.

Von seiner besten Seite will der Ort sich präsentieren, wenn im Juni der Wettbewerbsausschuss die Abschlussbereisung vornimmt. Hierzu sind nach Auffassung der Bürgerinitiative neben diversen Verschönerungsarbeiten im Ort auch die Planung der Route, Werbemaßnahmen, die Erneuerung der Homepage sowie Projekte zur Analyse der Energiesituation und des Leitbildes von Nöten. Zehn Arbeitsgruppen haben treiben ihre Projekte voran.

Für die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Dorfverschönerung“ berichtete Marina Mahnken, dass bereits einige Rhododendren ausgedünnt wurden. Momentan habe man von einem drastischen Rückschnitt abgesehen, da die Büsche bereits kurz vor der Blüte stehen. Zudem teilte sie mit, dass den Bürgern Nartums mit einem Rundschreiben Hilfe beim Rückschnitt von Büschen und Bäumen sowie bei der Instandsetzung alter Inschriften angeboten wurde. Mahnken betonte, dass dieses Angebot nach wie vor gelte.

Während der nächsten Aktion am 16. April sollen die Bushäuschen einen neuen Anstrich erhalten und die Versorgungskästen gereinigt werden. Überlegt habe man, ob diese Kästen vielleicht von Kindern bemalt werden könnten. Allerdings müsse noch geklärt werden, ob das erlaubt sei. Darüber hinaus kümmert sich diese Gruppe um Neuanpflanzungen und die Holz-Straßenschilder.

Das Pflanzen von Obstbäumen obliegt der Arbeitsgruppe „Kultur“. Georg Lange berichtete, dass am Wochenende mit den Arbeiten am Hünengrab und auf dem Mühlengelände begonnen werde. Ziel sei das Entstehen einer Allee, die als Wanderweg Interessenten finden dürfte. Bedacht werden müsse, dass die Bäume auch nach Abschluss des Wettbewerbs zu pflegen seien. Gerne können sich noch Baum-Sponsoren melden. Ein Apfel-, Kirsch- oder Pflaumenbaum koste etwa 25 Euro. Auch ziehe man in Erwägung, in der Malschule eine kleine Ausstellung zu organisieren. „Die soll die Kultur der Malschule präsentieren“, erklärte Georg Lange.

Für die Gruppe „Hünengrab und Bänke“ erklärte Dieter Hatwig, dass bereits sechs Bänke stehen und zwei weitere aufgestellt werden. Nebenbei habe man etliche Nistkästen aufgehängt. Die Zuwegung zum Hünengrab und das direkte Umfeld solle noch verschönert werden.

Am Spielplatz wurde ebenfalls Hand angelegt. Sylvia Hübner berichtete für die Arbeitsgruppe „Spielplatz“, dass viele Spenden eingegangen sind. Der Weg sei jetzt gepflastert und in Kürze werden etwa Hundert Kubikmeter Sand aufgefüllt. Hoffnung auf eine Finanzspritze der Daimler AG, die derzeit bestimmte Projekte fördere, hegt die Gruppe zudem.

Zehn Kräuterbeete

Elisabeth Hesse berichtete, dass die AG „Kräuter und Natur“ bereits acht Kräuterbeete angelegt habe und zwei weitere folgen. In Kürze sollen die Beete bepflanzt und die Route beschildert werden. Ein neuer Flyer solle zu Werbezwecken genutzt werden. Ihres Erachtens werde die Route die Radfahrer genauso ansprechen wie die Kräuterinteressierten.

Die Gestaltung einer neuen Karte wurde von Wolfgang Itzek vorgestellt. Die Karte solle die Rad- und Wanderwege ausweisen und mehrere markante Punkte und Sehenswürdigkeiten bezeichnen. Forstwirtschaftliche Probleme seien noch zu klären, da Forstwege andere Anforderungen erfüllen müssen, wenn sie als Wanderwege ausgeschildert sind. Gedanken mache man sich jetzt über einen Flyer im DIN-A-3-Format. Ob dieser realisiert werden könne, sei auch abhängig vom Preis. „Auf jeden Fall soll die Karte ins Internet gestellt werden“, betonte Itzek.

Frank Jagels erklärte, dass er gemeinsam mit Andre Klages technisch für die Erstellung der neuen Homepage verantwortlich sei. Die bisherigen Texte habe Wiebke Hesse geschrieben. Angedacht sei, dass künftig jede AG und jeder Verein selber Berichte einstellt. Aus Reihen der Versammlung hieß es, die neu gestaltete Homepage habe wesentlich an Attraktivität gewonnen. Demnächst wird dort eine weitere Neuerung einzusehen sein.

Wie Stefan Petersen für die AG „Werbemaßnahmen“ mitteilte, sei nun der Prototyp der „Nartumer Nachrichten“ fertig und werde am Wochenende verteilt. Finanziert werde dieses vierteljährlich erscheinende Blatt mit Werbeeinnahmen. Als weitere Maßnahmen sei in der Gruppe an den Entwurf einer neuen Postkarte sowie an die Aufstellung verschiedener Ortstafeln gedacht.

Auch eine AG „Energiemaßnahmen“ wurde ins Leben gerufen. Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, den Einwohnern Einsparpotenziale und Möglichkeiten der Energiegewinnung aufzuzeigen. Gemäß Bericht des Gruppenleiters Eckhard Itzek möchten bisher 28 Interessenten eine Thermografie durchführen lassen, die ihnen nach der Ergebnisauswertung Tipps zu möglichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen liefert. Auch sei in der Gruppe über alternative Energie, Hausbeleuchtung und Trends in der Stromversorgung gesprochen worden. So solle in Kürze etwa geklärt werden, wo genau Fotovoltaikanlagen sinnvoll seien.

Ohne Hilfe der Dorfbewohner kann eine kleine Gruppe kein Leitbild entwerfen. „Jeder im Dorf soll etwas dazu sagen“, erklärte Sylvia Hübner für die Arbeitsgruppe „Leitbild“. Um in Erfahrung zu bringen, was im Ort gut bestückt und gewollt sei und was fehle, habe man an alle Bürger Fragebögen verteilt, wovon 115 Stück zur Bewertung abgegeben wurden. Nach einer ersten Sichtung sei festzustellen, dass die Vereine, die Umgebung und die Natur vielfach lobend erwähnt wurden. Die Schwächen liegen in der Infrastruktur. Straßen, Fußwege und die Straßenbeleuchtung wurden moniert. Der Wunsch nach einer besseren Verkehrsanbindung sei groß.

Generalprobe

Lars Rosenbrock stellte den Versammelten einen möglichen Ablauf der Abschlussbereisung vor. Ungewiss sei noch, ob diese am 15. oder 16. Juni stattfinde, und ob sie eineinhalb oder zweieinhalb Stunden dauern dürfe. Ferner sei der Ablauf abhängig von Tageszeit und Wetter. Fest stehe, dass ein Bus mit etwa 50 Menschen eine wohlüberlegte Strecke durch den Ort zurücklegen und an verschiedenen Punkten Stopps einlegen wird. Vorteilhaft sei, wenn das Dorf dann auch belebt sei, sich etwa Kinder beim Spielkreis oder Sportler in der Turnhalle aufhielten. Des straffen Zeitplans wegen sei angedacht, verschiedene Projekte bereits während der Busfahrt vorzustellen oder zumindest einzuleiten. Der Abschluss solle am Backhaus stattfinden, wo den Gästen eine kleine Mahlzeit gereicht wird. Besprochen wurde, dass es vor der Abschlussbereisung eine Generalprobe geben werde. (maw)

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