Dienstag, 23 Juni 2015 20:16

Planung für Ausbau des Nartumer Hafens

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Bei bestem Wetter begaben sich die Nartumer Leichtmatrosen am Bremer Martini-Anlager aufs Schiff. Nach vierstündiger Überfahrt landeten die Studienfahrer in Bremerhaven an. Bei bestem Wetter begaben sich die Nartumer Leichtmatrosen am Bremer Martini-Anlager aufs Schiff. Nach vierstündiger Überfahrt landeten die Studienfahrer in Bremerhaven an. Stephan Schierholz

Matrosen auf Studienfahrt nach Bremerhaven – NDR-Filmteam begleitet Anlegen der „Casanova“

Bericht aus der Zevener Zeitung vom 23.06.2015

Zur jährlichen Studienfahrt brachen jetzt die Leichtmatrosen des Nartumer Hafenvereins auf. In der Hoffnung, Anregungen für den Ausbau des Nartumer Hafens und für die Installation weiterer Attraktionen zu erhalten, besuchten sie die Havenwelten in Bremerhaven.

Zunächst ging es nach Bremen, wo die Studienfahrer die Weserfähre bestiegen, die sie nach Bremerhaven brachte. In Arbeitsgruppen aufgeteilt, nahmen die Nartumer maritime Sehenswürdigkeiten in Augenschein. Unter anderem sammelten Vereinsmitglieder Informationen über UBoote – schließlich wollen sie als Gastgeber mitreden können, wenn sie am 19. September aus Anlass der Feier des Hafengeburtstages die aus dem Allgäu anreisenden U-Boot-Freunde Oberegg empfangen.
Eine andere Arbeitsgruppe vertiefte sich in das Thema „Drachenbootrennen“, wird doch seit einiger Zeit erwogen, eine solche Veranstaltung in Nartum zu verwirklichen.
Zurück gen Heimathafen ging es auf dem Landweg. Während der Busfahrt und beim anschließenden Essen in „Neptuns Inn“ („Nartumer Hof“) bot das Erlebte reichlich Stoff für Diskussionen in großer Runde.
Doch die Studienreisenden hatten nicht nur Anregungen mitgenommen, sondern auch Antworten gefunden. Beschäftigt hatte die Nartumer schon länger die Frage, warum Bremerhaven ebenso wie Cuxhaven und Wilhelmshaven eigentlich mit „v“ geschrieben werden – sämtliche Hafenstädte an der Ostseeküste jedoch mit „f“?
Jetzt wissen sie: Zur Zeit der Gründung der Hafenstädte war Plattdeutsch die offizielle Amtssprache an der Küste. Als später Hochdeutsch als Amtssprache eingeführt wurde, sah man sich an der Nordsee nicht gezwungen, die Städtenamen an die neue Rechtschreibung anzupassen.
Da in den Reihen der Mitglieder des Nartumer Hafenvereins viel Platt gesprochen wird, erging denn auch der Beschluss, in der internen Kommunikation die Schreibweise Havenverein zu tolerieren. In offiziellen Schreiben wird hingegen an der Schreibweise mit „f“ festgehalten.
Jetzt richten die Nartumer Leichtmatrosen ihre volle Konzentration auf den kommenden Sonnabend, 27. Juni. An diesem Tag soll gegen 13 Uhr das neue Schiff des Hafenmeisters, die Casanova, zu Rasen gelassen werden. Wenn die „Casanova“ vor Anker geht, ist das Fernsehen dabei. Ein NDR-Team der „DAS“- Redaktion wird das Manöver mit der Kamera begleiten. (tk)
Gelesen 2448 mal Letzte Änderung am Sonntag, 28 Juni 2015 17:38