Dienstag, 10 Juni 2014 18:19

Die Stroemende in der Sonne

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Nartumer Mühlen- und Heimatverein feiert zehnjähriges Bestehen und wird zum beliebten Ziel für Gäste

 

muehlenverein10jahre1Mit Rosen und einem Kaffeebecher dankte der Verein dem ehemaligen Beirat noch einmal offiziell für die geleistete Arbeit.Von Dagmar Fitschen 

"Die große Strömende“, so heißt die Skulptur der Künstlerin Gisela Milse aus Radbruch bei Lüneburg. Das Kunstwerk wurde am vergangenen Freitag vor der Nartumer Mühle installiert – und ist damit die zweite von drei Skulpturen in der Gemeinde Gyhum, die die Dörfer der Gesundregion Wümme-Wieste schmücken sollen. Ein Grund, um zu feiern – wie auch das zehnjährige Bestehen des Mühlen- und Heimatvereins und der Mühlentag. Das etwa 400 Kilo schwere Kunststück ist aus Marmor und stellt die Verbindung zwischen Himmel und Erde dar. Bürgermeister Lars Rosebrock hofft, dass nun im wahrsten Sinne des Wortes auch viele Gäste nach Nartum strömen, um sich die Skulptur aus nächster Nähe anzuschauen.
Mit strömendem Regen etwa hat die Skulptur wohl gar nichts zu tun – im Gegenteil, denn das Jubiläum fand bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen statt. Für die Kinder gab es kurzweiliges Angebot: Beim Schminken verwandelten sich die Kinder in Katzen, Dinosaurier oder  flatternde Schmetterlinge. Auch die kleine Seilerei bereitete den Jüngsten viel Spaß – und nicht zuletzt ließ sich mit einem Stockbrot nicht nur der Hunger, sondern auch die Zeit vertreiben. Anziehungspunkt im Dorf Georg Lang, der seit knapp eineinhalb Jahren als erster Vorsitzender des Mühlenvereins tätig ist, freute sich und ließ in seiner Rede die zurückliegenden zehn Jahre Revue passieren. Es hat nicht nur einen neuen Verein, sondern auch einen neuen Ortsmittelpunkt gegeben. „Es ist eine kleine schnuckelige Mühle, die wir hier haben“, weiß Lang. Aber auch das Backhaus ist inzwischen ein beliebter Anziehungspunkt im Dorf. Das sei der Arbeit der vielen fleißigen Helfer zu verdanken. Darum würdigte der Vorstand noch einmal offiziell die Arbeit des Beirats (Hans-Werner Dohrmann, Hans-Hinrich Borchers, Helga Schnars, Helma Höhns, Margit Meyer, Gerda Bartels) der stets mit Rat und vor allem viel Tat zur Seite stand. Allen gemeinsam ist das Anliegen, Kulturgüter zu erhalten. Und das nicht nur in Form von Gebäuden, sondern auch oder vor allem in Sitten und Gebräuchen. Als Gratulanten kamen die Nartumer Vereine, die Heimatvereine aus diestroemendeDie große Strömende macht Eindruck im Sonnenschein.Gyhum, Hesedorf und
Elsdorf. „Wir gratulieren nicht nur zum Jubiläum, sondern zu eurem tollen Anwesen hier“, sagte Werner Brüning, Vorsitzender des Gyhumer Heimatvereins. Denn im Schatten der hohen Eichen und Buchen ließ es sich herrlich sitzen. Der frische Butterkuchen trug dazu bei, dass auch die mit dem Fahrrad angereisten Gäste eine Stärkung für den Rückweg hatten. Wenn nicht noch ein kräftiges Gewitter angeklopft hätte, hätten wohl viele Gäste noch länger verweilen können.

 

 

Originalbericht aus der Zevener Zeitung vom 10.06.2014

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